Finanzen, Zukunft & Realität beim VfL Bochum (2026)

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vflb1848
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Re: Finanzen, Zukunft & Realität beim VfL Bochum (2026)

Beitrag von vflb1848 »

Den jetzigen Kader können wir kommende Saison schon finanzieren. Aber voran kommst du halt nicht.
Kreisklasse
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Re: Finanzen, Zukunft & Realität beim VfL Bochum (2026)

Beitrag von Kreisklasse »

Zurück zum Kernthema Finanzen:
Zum Saisonbeginn wurde kein Namenssponsor für das Ruhrstadion präsentiert. Selbst wenn das in den nächsten Wochen gelingt. Die Einnahmen werden fehlen. Nicht nur weil die Zahlungsmonate weniger werden. Man kann auch davon ausgehen, dass der Preis für das Namensrecht nun von Tag zu Tag fällt.
Anders als Ilja meinte, der ja öffentlich behauptete, dass die Baustelle besonders gut zu vermarkten sei (hier nachzulesen).
Natürlich ist die gesamtwirtschaftliche Situation nicht optimal. Jetzt. Aber das Auslaufen des Vonovia-Namenssponsorings ist ewig bekannt. Und wir leisten und noch den Luxus, einen Teil des Namens vorschreiben zu wollen.
VfL1848Fan
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Re: Finanzen, Zukunft & Realität beim VfL Bochum (2026)

Beitrag von VfL1848Fan »

Dass zum Saisonauftakt kein Naming Partner feststeht, ist die nächste handwerkliche Delle im Marketing. Kaenzig hatte doch selbst noch im Frühjahr getönt, wie attraktiv eine Umbau-Phase für Investoren vermarktet werden könne. Jetzt startet die Saison ohne Haupt-Namenssponsor und der Preis verfällt von Woche zu Woche.
An der Infrastruktur liegt es jedenfalls nicht als Ausrede: Die Verträge der BoSB mit der Hellmich-Gruppe stehen seit März, der Wirtschaftsplan über 23,5 Mio. Euro für 2026 ist im Rat längst durchgesegnet und ab September rollen an der Nordtribüne wie geplant die Bagger. Die Stadt und die BoSB haben ihre Hausaufgaben gemacht. Wenn der Verein es aber nicht geschissen bekommt, frühzeitig Sponsoren an Land zu ziehen und gleichzeitig noch stur Bedingungen diktiert, fehlt die Kohle am Ende genau da, wo man sie gestern gesehen hat: auf dem Platz beim Kader.
Herakles775
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Re: Finanzen, Zukunft & Realität beim VfL Bochum (2026)

Beitrag von Herakles775 »

Wir brauchen doch nur einen neuen Lenz um das auszugleichen, also keine Sorge;)
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Zorroschlumpf
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Re: Finanzen, Zukunft & Realität beim VfL Bochum (2026)

Beitrag von Zorroschlumpf »

Da die User @Kreisklasse und @vflb1848 in anderen Unterforen zum Ausdruck gebracht haben, dass sie die Aussagen
von Jonas Schlevogt in der WAZ nicht verstanden haben, rechne ich es hier einfach mal vor.

Zitat Schlevogt in der WAZ: "Wir holen ablösefreie Spieler, weil uns ein bestimmtes Budget zur Verfügung steht
[…] Jeder Spieler hat ein Gesamtpaket. Je weniger in die Ablöse investiert werden muss, desto mehr kann beispielsweise ins Gehalt fließen. Dadurch bekommen wir andere Spieler, als wenn wir eine höhere Ablöse zahlen müssten. Wir haben Qualität dazugeholt."

Das ist einfache Mathematik:

Jahresgesamtbelastung für einen Spieler (vereinfacht, ohne Prämien, Sozialversicherungsbeiträge,
Beraterhonorare etc.)

= Jahresbruttogehalt + (Ablöse / Vertragslaufzeit)

Nun hat der VfL ein bestimmtes Budget, sagen wir das wäre für einen normalen Stammspieler
(also nicht absoluter Top-/Führungsspieler) pro Jahr 700.000 EUR.

Jetzt könnte ich einen Spieler, der 900.000 EUR Ablöse kostet, einen Vertrag über 3 Jahre anbieten, dann beträgt die jährliche Abschreibung 900.000 / 3 = 300.000 EUR.

Mein Budget 700.000 – 300.000 EUR Abschreibung = 400.000 Jahresbruttogehalt, das ich dem
ablösepflichtigen Spieler dann anbieten könnte.

Ich könnte aber auch einen Spieler verpflichten, dessen Vertrag gerade ausgelaufen ist,
dann ist meine jährliche Abschreibung auf die Ablöse logischerweise = 0 EUR.

Mein Budget 700.000 – 0 EUR Abschreibung = 700.000 Jahresbruttogehalt, das ich dem ablösefreien Spieler dann anbieten könnte (einen Teil davon dann ggf. als Handgeld)

Für 700.000 EUR Gehalt kann ich aber in einem anderen Regal einkaufen, als für 400.000 EUR
Gehalt.

Meine bewusst etwas provokant gewählte Aussage: „Je höher die Ablöse, desto schlechter der Spieler“,
bezieht sich genau auf diesen Kontext, denn je weniger Gehalt ich zahlen kann, desto weniger kann ich Qualität einkaufen.

Ist das nachvollziebar?

D.h. aber nicht, dass es nicht auch mal Sinn machen kann, trotzdem eine Ablöse zu zahlen:
Z.B. dann, wenn kein ablösefreier Spieler auf dem Markt zu bekommen ist, der meine
Parameter erfüllt oder es um einen Spieler geht, der noch viel Entwicklungspotential in sich
trägt, wo eine Leistungsexplosion zu erwarten ist, die später zu einem gewinnbringenden
Weiterverkauf führen kann.
Kreisklasse
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Re: Finanzen, Zukunft & Realität beim VfL Bochum (2026)

Beitrag von Kreisklasse »

Eine hypothetische Milchmädchenrechnung, die sich allein unter dem Aspekt Handgeld schon in Wohlgefallen aufloest.
Viel wichtiger ist aber, dass Gehälter nicht vom Budget des VfL, sondern vom Markt bestimmt werden. Und der Markt für gute abloesefreier Spieler ist nun einmal begrenzt und umkämpft. Daher sind die erzielbaren Gehälter abloesefreier Spieler einer gewissen Qualität auch höher.
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vflb1848
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Re: Finanzen, Zukunft & Realität beim VfL Bochum (2026)

Beitrag von vflb1848 »

@schlumpf

Die Aussage die ich von dir zitiert habe war, dass Spieler die Ablöse kosten schlechter sind als ablösefreie Spieler.

Was für ein Unsinn!

Aber: wenn du kein Geld hast musst du damit haushalten. Und genau das sagt die Schlevoigt Aussage. Das wenig vorhandene Geld wird lieber in Handgeld/Gehalt gesteckt als in ablöse. Was dich natürlich limitiert in der Auswahl der Spieler.
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Zorroschlumpf
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Re: Finanzen, Zukunft & Realität beim VfL Bochum (2026)

Beitrag von Zorroschlumpf »

@Kreisklasse

Das Handgeld ist eine einmalige Sonderzahlung und eine Verhandlungssache zwischen Spieler und
Verein. Statt 700.000 EUR Gehalt kannst du auch mit 600.000 Gehalt und 100.000 EUR Handgeld
rechnen. Oder 400.000 Gehalt und 300.000 EUR Handgeld. Am Ende landen trotzdem 700.000 EUR
beim Spieler.

Das Gehalt, was der VfL bezahlen kann, wird nicht vom Markt bestimmt sondern vom zur Verfügung
stehenden Lizenzspieleretat.

Den wiederum bricht - so wie es Schlevogt erklärt - der Club runter auf die einzelnen Positionen.

Natürlich nicht im Gießkannenprinzip, sondern für Top-/Führungsspieler wird sicherlich ein anderes
Budget angesetzt als für "normale" Stammspieler, Rotationsspieler oder Nachwuchsspieler.



@vflb1848

Du hast meine Aussage bewusst aus dem Kontext herausgelöst, um mich als blöd hinzustellen.
Ich habe es ja nochmal erklärt: „Je höher die Ablöse, desto schlechter der Spieler“,
bezieht sich genau auf den geschilderten Kontext, denn je weniger Gehalt ich zahlen kann, desto weniger kann ich Qualität einkaufen. Oder umgekehrt, je mehr Gehalt, desto höher die Qualität.

Schlevogt sagt genau das:

"Je weniger in die Ablöse investiert werden muss, desto mehr kann beispielsweise ins Gehalt fließen. Dadurch bekommen wir andere Spieler, als wenn wir eine höhere Ablöse zahlen müssten. Wir haben Qualität dazugeholt.""
VfL1848Fan
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Re: Finanzen, Zukunft & Realität beim VfL Bochum (2026)

Beitrag von VfL1848Fan »

Die Bedingung, dass der Name „Ruhrstadion“ unantastbar bleiben muss, mag romantisch klingen, ist aber kaufmännisch ein echter Rohrkrepierer. Welcher globale Großkonzern zahlt denn Millionen, wenn sein Markenname am Ende doch überall unterschlagen wird? In der Tagesschau, den Medien und im Alltag sagt doch trotzdem jeder weiter einfach nur „Ruhrstadion“. Damit entwerten wir das Naming-Right selbst und vergraulen genau die Geldgeber, die uns finanziell echt weiterhelfen könnten.

​Natürlich schützt das unsere Identität, bewahrt uns vor Schandflecken im Namen und verhindert Stress mit den Ultras. Aber die Kehrseite sehen wir doch jetzt im Kader: Uns fehlen genau die 1 bis 2 Millionen Euro pro Jahr, die ein exklusiver Namensverkauf bringen würde. Romantik schießt nun mal keine Tore und sichert auch keine Zweitligaspieler. Wenn wir sportlich nicht komplett den Anschluss verlieren wollen, müssen wir uns fragen, was uns wichtiger ist: Ein Unantastbarkeits-Gefühl beim Stadionnamen oder die Kohle auf dem Transfermarkt, um endlich Qualität auf den Platz zu bekommen.
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vflb1848
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Re: Finanzen, Zukunft & Realität beim VfL Bochum (2026)

Beitrag von vflb1848 »

Bin begeistert von diesen klaren Aussagen!
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TS1848
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Re: Finanzen, Zukunft & Realität beim VfL Bochum (2026)

Beitrag von TS1848 »

Tradition bindet !

Siehe Borussia Mönchengladbach,
deren Heimstätte nun " ista-Borussia-Park " heißt.

' Ruhrstadion ' sollte m.E. doch definitiv im Namen erhalten bleiben !

Frage: Wie heißt die Heimat von Borussia Dortmund ?
Signal Iduna Park ?
Für mich persönlich heißt's auf ewig Westfalenstadion.


Wer nun auf ein paar Mio's der Naming Rights schielt,
würde auch seine Schwiegermutter zum Verkauf anbieten... ;)
WOANDERS IS AUCH SCHEIßE
H.W. Eggeling
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Re: Finanzen, Zukunft & Realität beim VfL Bochum (2026)

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Beitrag von H.W. Eggeling »

Meine hätte keiner gekauft :cry:
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