Vielleicht engagiert sich die geistig planlos arbeitende
Führungsebene beim kommenden Heimspiel einmal
und unterstützt das Aramark Catering mit Handkraft...
Wenn man sich die aktuellen Zahlen und die Gesamtsituation rund um das Vonovia Ruhrstadion vor Augen führt, muss man sich ernsthaft Sorgen machen, wie das ab 2029 gutgehen soll. Die Stadt Bochum investiert im Rahmen des Umbaus bis 2029 insgesamt rund 116,9 Millionen Euro an reinen Sanierungskosten, wozu über einen Zeitraum von 25 Jahren noch einmal rund 47,5 Millionen Euro an Zinsen und Finanzierungskosten hinzukommen. Insgesamt beläuft sich das finanzielle Volumen, das hier im Raum steht, auf rund 164,4 Millionen Euro.
Das Kernproblem dabei ist die angespannte Haushaltslage der Stadt selbst, die unter einer Haushaltssperre leidet und das Geld für diese Großprojekte im Grunde gar nicht frei zur Verfügung hat, sondern über neue Schulden stemmen muss. Da die Stadt rechtlich an das EU-Beihilferecht gebunden ist, darf sie die Sportinfrastruktur nicht exklusiv einem Profiverein überlassen und die Kosten dafür dauerhaft aus Steuermitteln subventionieren. Das verbietet eine unzulässige Begünstigung mit öffentlichen Mitteln strikt.
Genau deshalb muss die Stadionpacht nach Abschluss der Arbeiten zwingend neu kalkuliert werden. Berechnungen, die sich an den realen Kosten und den Krediten orientieren, kommen unweigerlich zu dem Ergebnis, dass der VfL ab 2029 eine jährliche Pacht von rund 9 Millionen Euro an die städtische Besitzgesellschaft zahlen muss. Bisher lag die Mindestpacht bei etwa einer Million Euro.
Hier liegt das riesige Risiko für beide Seiten:
Aus Sicht der Stadt: Sollte der Verein sportlich in eine Sackgasse geraten und diese massive Pachtsumme nicht aufbringen können, kann die Stadt den Betrag nicht einfach erlassen oder senken, ohne einen harten Verstoß gegen das EU-Recht zu riskieren. Am Ende bliebe die Stadt auf gigantischen Schulden und einer viel zu großen Infrastruktur sitzen.
Aus Sicht des Vereins: Wenn wir jetzt nicht anfangen, unsere internen Strukturen und den administrativen Overhead zu sanieren, anstatt die Probleme auf die sportliche Substanz abzuwälzen, wird uns eine jährliche Fixkostenbelastung von 9 Millionen Euro ab 2029 das Genick brechen.
Das Management ist hier in der Pflicht, transparent zu machen, wie diese Einnahmen generiert werden sollen, anstatt sehenden Auges in die Kostenfalle zu laufen.
Von einer Million auf ca 9.Mio ist erschreckend…Wie soll das denn funktionieren? In der 2.Liga können wir es nicht stemmen und selbst in der Bundesliga wird das nicht gehen. Hat die Stadt nicht eingeplant, dass der VfL bis 2029 aufsteigt?
Um der Diskussion eine konstruktive Richtung zu geben und nicht nur Kritik zu üben, sollten wir uns vor Augen führen, welche konkreten Handlungsoptionen dem VfL bleiben, um die drohende finanzielle Belastung ab 2029 abzufedern. Neben der dringend notwendigen Effizienzsteigerung und dem Einsparpotenzial bei internen Verwaltungsstrukturen gibt es im Profifußball schließlich weitere Stellschrauben:
Zügige Vermarktung des Stadionnamens: Der Vertrag ist erst zum Sommer 2026 ausgelaufen, weshalb jetzt mit voller Konsequenz und professioneller Unterstützung ein neuer starker Partner gefunden werden muss, um wieder einen festen Millionenbetrag pro Jahr zu generieren.
Ausbau der kommerziellen Ertragsquellen: Bereiche wie das Merchandising, wo in den letzten Jahren bereits starke Rekorde erzielt wurden, müssen weiter professionalisiert werden, um zusätzliche Erlöse zu erzielen.
Nachwuchsförderung als Transfererlös-Modell: Da der Lizenzetat sinkt, muss das Talentwerk noch gezielter als Einnahmequelle aufgebaut werden, da der Verkauf von selbst ausgebildeten Spielern auf Bundesliganiveau für uns der nachhaltigste Hebel ist.
Smartes Kaderwertmanagement: Statt teure Kaderfluktuation und ablösefreie Spieler mit hohen Handgeldern zu finanzieren, die am Ende sportlich nicht greifen, braucht es eine klare Kaderstrategie mit jungen, entwicklungsfähigen Spielern.
Es geht am Ende nicht darum, alles madig zu machen, sondern frühzeitig die Weichen zu stellen, damit wir nicht unvorbereitet in eine finanzielle Sackgasse geraten.
Ich versuche deine Argumentation nachzuvollziehen. Ein Verein kann nach 3 Jahren Buli keine 2,5 Mio Ablöse für einen Leader wie Schlotterbeck bezahlen. Als Zweitligist mit in 2029 vielleicht noch 40% der TV-Gelder von den damals ca. 44 Mio., kann/will dieser gleiche Verein die Differenz der damaligen Pacht zur dann geforderten Pacht aufbringen? In Zahlen: 2,5 Mio für Schlotterbeck waren zuviel, aber 8 Mio. mehr Pacht pro Jahr sind machbar? Für meine Fähigkeiten ist das dann doch etwas zu viel schwere Kost. Wie schon vor 1 Jahr gesagt, diese Altbausanierung wird der Sargnargel. Dieser Fehler ist dann doch das eine Mal zu häufig falsch abgebogen.
Zuletzt geändert von Meine Wenigkeit am 20. August 2026, 19:49, insgesamt 1-mal geändert.
Ich versuche deine Argumentation nachzuvollziehen. Ein Verein kann nach 3 Jahren Buli keine 2,5 Mio Ablöse für einen Leader wie Schlotterbeck bezahlen. Als Zweitligist mit in 2029 vielleicht noch 40% der TV-Gelder von damals ca. 44 Mio. kann/will dieser gleiche Verein die Differenz der damaligen Pacht zur dann geforderten Pacht aufbringen? In Zahlen: 2,5 Mio für Schlotterbeck waren zuviel, aber 8 Mio. mehr Pacht pro Jahr sind machbar? Für meine Fähigkeiten ist das dann doch etwas viel schwere Kost. Wie schon vor 1 Jahr gesagt, diese Altbausanierung wird der Sargnargel. Dieser Fehler ist dann doch das eine Mal so häufig falsch abgebogen.
Genau das ist ja der absolute Knackpunkt und der Widerspruch in sich, den du da völlig zu Recht ansprichst. Wenn man sich vor Investitionen in die sportliche Substanz und Transfers im niedrigen Millionenbereich aus Angst vor dem finanziellen Risiko scheut, aber gleichzeitig eine Infrastruktur-Last von jährlich rund 9 Millionen Euro Pacht auf sich zukommen lässt, passt da betriebswirtschaftlich gar nichts mehr zusammen.
Genau deshalb ist die Kritik an dieser Entwicklung so berechtigt, denn wer bei Ablösesummen oder Kaderinvestitionen jeden Cent zweimal umdreht, weil das Geld angeblich nicht da ist, darf sich am Ende nicht wundern, wenn die Fixkosten durch den Stadionumbau den Verein komplett erdrücken. Die Sorge, dass diese Altbausanierung am Ende zum sprichwörtlichen Sargnagel wird, trifft die Realität leider ziemlich genau.
Ein Blinder und ein Tauber gründen eine Band. Nach kurzer Zeit haben Sie ihren ersten Auftritt.
Nach einer Weile fragt der Blinde: Tanzen die Leute schon?
Darauf der Taube: Wieso, spielen wir schon?
Im Vergleich dazu scheint es ja bei uns so ähnlich abzulaufen. Das die rechte Hand nicht weiß was die Linke macht.
Glück Auf
Wurde uns da mal ein Plan vorgestellt wie wir das schaffen wollen? Also abgesehen von den typischen Phrasen „Kaderwertmanagement“ und co? Mal etwas handfestes. Oder gehen wir da jetzt Planlos rein in der Hoffnung einen Spieler zu finden der uns Millionen einbringt?
Das läuft wie mit dem Dani de Wit. Die Stadt ist froh, wenn sie überhaupt was bekommt und verzichtet auf Kohle. Macht ja keinen Sinn, Millionen zu bezahlen, und dann den einzigen potenziellen Pächter wirtschaftlich zu ruinieren.
Darüber hinaus soll der 2024 abgeschlossene Pachtvertrag eine Laufzeit von 20 Jahren haben. Warum sollte der Pächter einer vorzeitigen Erhöhung der Pacht zustimmen?
Ja, wie schon ein Usern bemerkte: Schlimmer geht immer!
Erschütternd, diese Aussichten!
Es scheinen perfekte Insolvenzverwalter unseren Verein in eine DJK Gemeinschaft umwandeln zu wollen !
Krass, mir fehlen einfach die Worte!
Denk ich an den VfL zur Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht !
Ein Glück, dass wir nicht neu gebaut haben – andernfalls wäre die Pacht voraussichtlich noch höher ausgefallen.
Ob sich die prognostizierten neun Millionen Euro im Endeffekt tatsächlich realisieren lassen, bleibt vorerst fraglich.
Da der VfL Bochum als Hausherr im Ruhrstadion naturgemäß ein gewichtiges Wort mitzureden hat, gehe ich davon aus, dass sich die Pacht letztlich zumindest minimal erhöhen wird und die veranschlagte Summe von neun Millionen Euro jeglicher realistischen Kalkulationsgrundlage entbehrt. Zunächst muss das Projekt vollendet werden – und bis in drei Jahren fließt noch viel Wasser die Ruhr hinab.
Wäre man Hausherr, würde man keine Pacht zahlen müssen. Also inhaltlich nicht belastbare Aussage. Darüber hinaus lässt sich eine solche finanzielle Belastung nicht mit dem Verweis auf die Zukunft „wegmoderieren“. Nicht zuletzt hier werden doch die Belastungen der Zukunft als Ursache für den aktuell dünnen Kader angeführt. Ein Neubau, mit der Möglichkeit der Vermietung an externe Veranstalter, würde zusätzliche Einnahmen ermöglichen. Mit dem Altbau entfällt diese Möglichkeit auch nach einer Sanierung. Dazu kann man die Mindereinnahmen während der Bauphase entgegen rechnen!
Alle inkompetent in Liga 1 und 2 mit ihren Neubauten, nur in Bochum kennt man den richtigen Weg. Was ja in der Vergangenheit mehrfach erfolgreich bewiesen wurde.
Vielleicht mal die Umsätze des KSC pro Heimspiel mit denen des VfL vergleichen.
Natürlich ist der VfL rechtlich gesehen nicht der direkte Eigentümer oder Hausherr, wenn Pacht gezahlt wird – da hast du rein formal sicher recht.
Aber als einziger Hauptmieter und Ankermieter des Ruhrstadions hat der VfL der Stadt Bochum gegenüber schlichtweg eine enorme Verhandlungsmacht. Ohne den VfL steht das Stadion leer, denn ein vergleichbarer Nutzer ist weit und breit nicht in Sicht. Insofern sitzt der Verein bei Verhandlungen um die Pacht und die Ausgestaltung der Verträge sehr wohl am längeren Hebel und redet ein gewichtiges Wort mit.
Eine Pachtsteigerung in der im Raum stehenden Höhe von neun Millionen Euro halte ich daher weiterhin für völlig an jeglicher Realität vorbeikalkuliert.
Da sind jetzt wirklich ein paar extrem spannende Aspekte dabei. Vor allem das Argument mit der Verhandlungsmacht von Ruhrpott hat natürlich rein taktisch erst mal Charme, denn als einziger Hauptmieter sitzt der Verein theoretisch am längeren Hebel, weil die Stadt das Stadion ohne den VfL nicht betreiben kann.
Aber genau hier greift das EU-Beihilferecht, das Meine Wenigkeit völlig zu Recht ins Spiel bringt. Die Stadt Bochum steht unter strenger Haushaltsaufsicht und kann nicht einfach sagen, dass man dem VfL aus reiner Nächstenliebe die Pacht erlässt oder drastisch senkt. Wenn eine öffentlich finanzierte Besitzgesellschaft einen dreistelligen Millionenbetrag in einen Standort pumpt, darf das rechtlich eben keine verdeckte Subvention für einen Proficlub sein. Wenn die Einnahmen fehlen, gerät am Ende die städtische Gesellschaft selbst in Schieflage.
Dass ein kompletter Neubau mit Mehreinnahmen durch externe Events vielleicht flexibler gewesen wäre, steht auf einem anderen Blatt, aber jetzt haben wir die Altbausanierung an der Backe. Wenn die Fixkosten am Ende auch nur in Richtung der in den Plänen kalkulierten 3 bis 5 Millionen Euro oder gar höher steigen, wird das in der 2. Liga oder bei einem engen Erstliga-Etat brutal wehtun.
Wer jetzt so tut, als ob sich das Problem über die Jahre schon irgendwie von selbst „wegmodenieren“ wird, verkennt schlicht die Realität. Die Zahlen stehen schwarz auf weiß in den Wirtschaftsplänen.
Es gibt viele Arten, etwas hinzurechnen. Alte Controller-Weisheit.
Aber so oder so wird die Pacht am Ende spürbar höher sein. Zumal die Abhängigkeit bei VfL und Stadt ja gegenseitig ist. Wo will der VfL denn sonst spielen? In der Turnhalle zur Untermiete? Noch wichtiger: über städtische Gesellschaften wie die Sparkasse fließt Geld zum VfL. Und den Vonovia-Deal hat einst auch die Stadt vermittelt.
Eine Pachtsteigerung in der im Raum stehenden Höhe von neun Millionen Euro halte ich daher weiterhin für völlig an jeglicher Realität vorbeikalkuliert.
Und Du bist Dir ganz sicher, dass die Stadt Bochum ca. 150 Mio investiert, OHNE das im Vorfeld in den entsprechenden Verträgen mit dem VfL abzusichern???
"Dass Proteste zwangsläufig weh tun müssen, liegt in der Natur der Sache. Sonst wären es ja keine Proteste."
Béla Réthy
Letztendlich weiß doch niemand von uns welche finanziellen Herausforderungen die nächsten Jahre auf den VfL zukommen werden.Keiner hier kennt Interna,Verträge oder ähnliches.
Es ist aber klar,dass der VfL neue Wege finden muss um an Geld zu kommen.
Dies ist nicht einfach.Das ist bittere Realität.Wir sind nicht Dortmund oder Schalke wo potentielle Geldgeber Schlange stehen.
Es ist schwierig Kohle für den VfL zu generieren.Wir sollten uns nicht kleiner machen als wir sind-richtig.Aber auch nicht größer.
Für mögliche Geldgeber sind wir weniger attraktiv als unsere Nachbarn.Ist einfach so.
Von daher ist es eine sehr herausfordernde Aufgabe für Team Zukunft an Geld zu kommen.Aktuell bei dem Stadionnamen zu sehen.
Daher ist es im übrigen auch exorbitant wichtig Kaderwerte zu schaffen.
Und Du bist Dir ganz sicher, dass die Stadt Bochum ca. 150 Mio investiert, OHNE das im Vorfeld in den entsprechenden Verträgen mit dem VfL abzusichern???
Ich gehe davon aus, dass die Stadt und der VfL bereits entsprechende Vereinbarungen getroffen haben. Doch was nützen Verträge, wenn schlichtweg die finanziellen Mittel fehlen? Der VfL bleibt schlussendlich das Herzstück und das einzig echte Zugpferd für das Ruhrstadion – EU-Beihilferichtlinien hin oder her. Diese Realität ist allen Beteiligten in Brüssel, Bochum und beim Verein bestens bekannt.
Sollte der VfL finanziell in der Lage sein, die Summe zu stemmen, spricht nichts dagegen. Falls nicht, wird man eine pragmatische Lösung finden müssen, etwa über verlängerte Laufzeiten oder angepasste Konditionen. Handlungsspielraum existiert hier allemal, und die 9 Millionen Euro sind keineswegs in Stein gemeißelt. Für die Gläubiger ist eine Teilzahlung schlussendlich immer noch sinnvoller als ein vollständiger Zahlungsausfall, der drohen würde, wenn man stur auf der Maximalforderung beharrt.
Wir tun gut daran, die Entwicklungen der kommenden drei Jahre gelassen abzuwarten. Wer weiß – womöglich knacke ich bis dahin den Eurojackpot und löse die Verbindlichkeiten für meinen Herzensverein auf einen Schlag ab. Jeden Tag werden die Karten neu gemischt, die Dynamik verändert sich stetig – und das gilt genauso für das Beziehungsgeflecht zwischen der Stadt Bochum, dem VfL und den Instanzen in Brüssel.