Der real beim VfL Bochum existierende Ballbesitzfussball heißt Ballbesitz durch Sicherheitspässe quer und nach hinten bei massiver Erfolglosigkeit. Das kommt weder "von oben" noch erhöht es den Wert des Tafelsilbers. Im Gegenteil fällt der Wert des gesamten Kaders.
Es mag sein, dass die Vereinsführung einen anderen, einen attraktiveren Fussball will. Welchen auch immer.
Dieser ist es nicht. Und für Tiki Taka hat man nicht den Kader zur Verfügung gestellt.
Was wieder ein Thema des Kompetenzteams ist.
Naja, die Änderung könnte sich auch aus der Tatsache ergeben, dass man gegen das teuerste (unbestritten) und spielstärkste (?) Team der 2. Liga antreten musste. Da gab es schon sachliche Gründe, die Formation und Spielweise zu ändern.
Die gab es in Lautern z.B. auch. Mit dem sicherlich motivierten Hanslik als 2ten Stürmer auch. Als ich die Aufstellung im Stadion sah, konnte ich nach Bielefeld nur mit dem Kopf schütteln. Ballgeschiebe war angesagt.
Bringt es sehr gut auf den Punkt finde ich.
Rückbesinnung auf alte Stärke.
Genau meine Sicht der Dinge.Nicht immer von besserem, attraktiven Fussball träumen sondern die einfachen Dinge gut machen.
Kann doch nicht so schwer sein.
Hinterher ist man immer schlauer und gerade haben wir 2:0 gegen Mainzund ich krieche aus dem Loch, was ich mich bislang nicht getraut habe: Rösler hat gezeigt, das er coachen kann und die Mannschaft hat gezeigt, was in ihr steckt, gegen Wolfsburg, Mainz und auch schon in einigen anderen Spielen. Es ist eine Zweitligamannschaft und ein Zweitligaverein mit begrenzten Mitteln und Möglichkeiten. Es passieren daher Slapstikfehler und anderer Mist. Aber deswegen nicht gleich wieder nach dem nächsten Scheißspiel rumnörgeln und die Mechanismen des Fußballs (Trainer raus ab Platz 16) beschwören!
Ja, seit Wolfsburg stimmt die Richtung.
Vorher gab es allerdings nicht - wie du schreibst - einige andere Spiele, in denen die Mannschaft gezeigt hat, was in ihr steckt. Hannover kann man evtl. noch dazuzählen , dann ist man bei 3 guten von insgesamt 11 Pflichtspielen. Dazu die blutleeren und einschläfernden Auftritte gegen Bielefeld und Lautern, die einen nach drei Wochen Länderspielpause ungläubig zurückließen.
Seit den letzten zwei Spielen stimmt allerdings vieles und gibt Grund zur Hoffnung, dass man nun scheinbar die richtigen Schlüsse gezogen hat.
Seit Uwe die Herangehensweise geändert hat bzw.ändern musste läuft es wieder.
Dazu musste er anscheinend erst die Pistole auf der Brust haben.
Wie dem auch sei.Hauptsache es geht in die richtige Richtung.
Zeigt aber auch,dass es zu einer klaren Fehleinschätzung aller Beteiligten vor der Saison gekommen ist.Dominanter Ballbesitzfußball mit der zusammengestellten Mannschaft augenscheinlich nicht machbar.
Es würde mich jetzt mal interessieren ob es da eine große Sitzung aller Verantwortlichen gegeben hat in welcher beschlossen wurde das die Spielweise geändert wird(Kaderplaner,Uwe).Oder entscheidet Uwe das als Coach allein?
Die Kritik zuletzt hat ihn merklich getroffen, das war auch am Dienstag unübersehbar. Sein starrer, fast wütender Blick zur Haupttribüne unmittelbar nach Abpfiff war vielsagend, auch in den Pressekonferenzen wirkt er gereizter.
Und das ist genau das, was mich an ihm stört. Austeilen mit seiner Arbeit, die gequirlte Kacke war, aber nicht einstecken können. Wie wäre es mal an die eigene Nase fassen Herr Rösler. Gegen Berlin, Osnabrück und Bielefeld dreimal im Stadion, null Tore, Fussball zum abgewöhnen, mit Abstrichen Spiel 1. In Lautern der Höhepunkt und der gleichen Aufstellung wie gegen Bielefeld. Soll ich da jubeln mir diesen Mist vor Ort angesehen zu haben ? Wenigstens war das 2 Tage Wochenende vor Ort klasse. Und dann wie ein bockiges Kind beleidigt sein, weil die Felle wegschwimmen. Wie gut das Druck aufgesetzt wurde. Dann änderte sich endlich mal was. Daher kann ich auch die Uwe Anrede bei der Pressekonferenz nicht verstehen. Bei Kritik sieht man ja, wie er gegen die Dörings, Ritters oder Rentsch dieser Welt reagiert. Herablassend. Nochmal Herr Rösler, an die eigene Nase fassen.
Was Du sagst, ist richtig und ich finde auch, dass er als erfahrener Profi da ganz anders auftreten kann.
Die andere Seite der Medaille ist, dass er - wenn auch spät - Dinge im System verändert hat und er ist auch mit den Parteien, die er für wichtig erachtet, in den Dialog gegangen. Fans, Mannschaftsrat, Staff. Die Presse, Forumsschreiber und Kommentareverfasser in den sozialen Medien gehören nicht dazu.
Wenn er jetzt eine „Wir zeigen es euch“-Mentalität an den Tag legt, dann kann ich damit gut leben - wenn er es uns denn wirklich zeigt. Cottbus wird da wieder eine ganz andere Nummer werden.
Ich habe Uwe auch (zurecht) kritisiert und nicht daran geglaubt, dass er den Turnaround schafft. Und ob er ihn wirklich schafft, wird man auch erst nach Karlsruhe beurteilen können. Ich finde es aber positiv, dass er um seinen Job kämpft und die Mannschaft ihm dabei offensichtlich folgt.
Letztlich ist es immer noch am besten, wenn der Trainer nicht gewechselt werden muss. Und ich sehe wieder Chancen, dass es nicht nötig sein wird. Wie gesagt: Nach Karlsruhe sind wir schlauer.
Das war jetzt ein erfreulicher Beginn. Punkt gegen Wolfsburg mit guter Leistung. Pokalerfolg mit starker Leistung.
Nun folgt aber wieder biederer Alltag mit Spielen gegen weniger "große" Namen. Cottbus(A), KSC(H). Das Ganze muss sich jetzt auch auf dem Punktekonto zeigen. 4 Zähler sind m.E. das Minumum. Dann kann man sagen, dass ein Turnarround Einzug hält.
Bleibt das aus(hier in dem Fall kein Sieg), muss (und wird man m.E.) Richtung Länderspielpause doch noch reagieren.
"Lieber glücklich gewinnen, als verdient verlieren."
Die letzten beiden Heimspiele geben Uwe, der Mannschaft und dem gesamten Club wieder etwas Luft, um eine vernünftige JHV durchzuführen und für Kontinuität und Erfolg zu sorgen. Gut so, obwohl ich vom Allmächtigen weiterhin nicht überzeugt bin. Nur leider kenne ich auch keinen besseren als ihn, der zur Verfügung stehen würde.