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Re: Finanzen, Zukunft & Realität beim VfL Bochum (2026)

Verfasst: 20. August 2026, 14:38
von TS1848
Vielleicht engagiert sich die geistig planlos arbeitende
Führungsebene beim kommenden Heimspiel einmal
und unterstützt das Aramark Catering mit Handkraft...

Nur so ne Idee. Arbeit is Arbeit.

:ironic:

Re: Finanzen, Zukunft & Realität beim VfL Bochum (2026)

Verfasst: 20. August 2026, 18:20
von VfL1848Fan
Wenn man sich die aktuellen Zahlen und die Gesamtsituation rund um das Vonovia Ruhrstadion vor Augen führt, muss man sich ernsthaft Sorgen machen, wie das ab 2029 gutgehen soll. Die Stadt Bochum investiert im Rahmen des Umbaus bis 2029 insgesamt rund 116,9 Millionen Euro an reinen Sanierungskosten, wozu über einen Zeitraum von 25 Jahren noch einmal rund 47,5 Millionen Euro an Zinsen und Finanzierungskosten hinzukommen. Insgesamt beläuft sich das finanzielle Volumen, das hier im Raum steht, auf rund 164,4 Millionen Euro.

Das Kernproblem dabei ist die angespannte Haushaltslage der Stadt selbst, die unter einer Haushaltssperre leidet und das Geld für diese Großprojekte im Grunde gar nicht frei zur Verfügung hat, sondern über neue Schulden stemmen muss. Da die Stadt rechtlich an das EU-Beihilferecht gebunden ist, darf sie die Sportinfrastruktur nicht exklusiv einem Profiverein überlassen und die Kosten dafür dauerhaft aus Steuermitteln subventionieren. Das verbietet eine unzulässige Begünstigung mit öffentlichen Mitteln strikt.

Genau deshalb muss die Stadionpacht nach Abschluss der Arbeiten zwingend neu kalkuliert werden. Berechnungen, die sich an den realen Kosten und den Krediten orientieren, kommen unweigerlich zu dem Ergebnis, dass der VfL ab 2029 eine jährliche Pacht von rund 9 Millionen Euro an die städtische Besitzgesellschaft zahlen muss. Bisher lag die Mindestpacht bei etwa einer Million Euro.


Hier liegt das riesige Risiko für beide Seiten:

Aus Sicht der Stadt: Sollte der Verein sportlich in eine Sackgasse geraten und diese massive Pachtsumme nicht aufbringen können, kann die Stadt den Betrag nicht einfach erlassen oder senken, ohne einen harten Verstoß gegen das EU-Recht zu riskieren. Am Ende bliebe die Stadt auf gigantischen Schulden und einer viel zu großen Infrastruktur sitzen.


Aus Sicht des Vereins: Wenn wir jetzt nicht anfangen, unsere internen Strukturen und den administrativen Overhead zu sanieren, anstatt die Probleme auf die sportliche Substanz abzuwälzen, wird uns eine jährliche Fixkostenbelastung von 9 Millionen Euro ab 2029 das Genick brechen.




Das Management ist hier in der Pflicht, transparent zu machen, wie diese Einnahmen generiert werden sollen, anstatt sehenden Auges in die Kostenfalle zu laufen.

Re: Finanzen, Zukunft & Realität beim VfL Bochum (2026)

Verfasst: 20. August 2026, 18:47
von vflb1848
Wir sollten die Bude abreißen solange es noch geht.

Re: Finanzen, Zukunft & Realität beim VfL Bochum (2026)

Verfasst: 20. August 2026, 19:06
von Herakles775
Von einer Million auf ca 9.Mio ist erschreckend…Wie soll das denn funktionieren? In der 2.Liga können wir es nicht stemmen und selbst in der Bundesliga wird das nicht gehen. Hat die Stadt nicht eingeplant, dass der VfL bis 2029 aufsteigt?

Re: Finanzen, Zukunft & Realität beim VfL Bochum (2026)

Verfasst: 20. August 2026, 19:24
von VfL1848Fan
Um der Diskussion eine konstruktive Richtung zu geben und nicht nur Kritik zu üben, sollten wir uns vor Augen führen, welche konkreten Handlungsoptionen dem VfL bleiben, um die drohende finanzielle Belastung ab 2029 abzufedern. Neben der dringend notwendigen Effizienzsteigerung und dem Einsparpotenzial bei internen Verwaltungsstrukturen gibt es im Profifußball schließlich weitere Stellschrauben:


Zügige Vermarktung des Stadionnamens: Der Vertrag ist erst zum Sommer 2026 ausgelaufen, weshalb jetzt mit voller Konsequenz und professioneller Unterstützung ein neuer starker Partner gefunden werden muss, um wieder einen festen Millionenbetrag pro Jahr zu generieren.


Ausbau der kommerziellen Ertragsquellen: Bereiche wie das Merchandising, wo in den letzten Jahren bereits starke Rekorde erzielt wurden, müssen weiter professionalisiert werden, um zusätzliche Erlöse zu erzielen.

Nachwuchsförderung als Transfererlös-Modell: Da der Lizenzetat sinkt, muss das Talentwerk noch gezielter als Einnahmequelle aufgebaut werden, da der Verkauf von selbst ausgebildeten Spielern auf Bundesliganiveau für uns der nachhaltigste Hebel ist.

Smartes Kaderwertmanagement: Statt teure Kaderfluktuation und ablösefreie Spieler mit hohen Handgeldern zu finanzieren, die am Ende sportlich nicht greifen, braucht es eine klare Kaderstrategie mit jungen, entwicklungsfähigen Spielern.

Es geht am Ende nicht darum, alles madig zu machen, sondern frühzeitig die Weichen zu stellen, damit wir nicht unvorbereitet in eine finanzielle Sackgasse geraten.

Re: Finanzen, Zukunft & Realität beim VfL Bochum (2026)

Verfasst: 20. August 2026, 19:36
von Meine Wenigkeit
Ich versuche deine Argumentation nachzuvollziehen. Ein Verein kann nach 3 Jahren Buli keine 2,5 Mio Ablöse für einen Leader wie Schlotterbeck bezahlen. Als Zweitligist mit in 2029 vielleicht noch 40% der TV-Gelder von damals ca. 44 Mio. kann/will dieser gleiche Verein die Differenz der damaligen Pacht zur dann geforderten Pacht aufbringen? In Zahlen: 2,5 Mio für Schlotterbeck waren zuviel, aber 8 Mio. mehr Pacht pro Jahr sind machbar? Für meine Fähigkeiten ist das dann doch etwas viel schwere Kost. Wie schon vor 1 Jahr gesagt, diese Altbausanierung wird der Sargnargel. Dieser Fehler ist dann doch das eine Mal so häufig falsch abgebogen.

Re: Finanzen, Zukunft & Realität beim VfL Bochum (2026)

Verfasst: 20. August 2026, 19:40
von TS1848
Wie hat es bloß SchXXXX
mit all deren noch höheren Verbindlichkeiten geschafft
in die Bundesliga aufzusteigen... ?