Cheftrainer Uwe Rösler

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olki
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Re: Cheftrainer Uwe Rösler

Beitrag von olki »

@Schreier das ist schon irgendwie mein Eindruck, ja. Wobei ich persönlich Beispiele wie Paderborn und Elversberg nicht überzeugend finde. Die kommen schon wieder runter. Vor 1-2 Jahren hiessen die Beispiele noch Heidenheim, Kiel, Pauli..
VfL1848Fan
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Re: Cheftrainer Uwe Rösler

Beitrag von VfL1848Fan »

Wer hier von einer „ganz ok“-Startphase spricht, verharmlost die sportliche Stagnation und redet den grauen Alltag schlicht schön. Natürlich hinken wir im Vergleich zur Vorsaison zu diesem Zeitpunkt tabellarisch nicht hinterher, aber das ist doch kein Maßstab für einen Anspruch, den wir als Verein eigentlich haben sollten.

Wenn man sich anschaut, was spielerisch auf dem Platz abgeliefert wird, gerade bei den Heimauftritten, dann ist das schlicht und ergreifend bieder und gähnend langweilig. Sich jetzt permanent hinter Verletzungssorgen zu verstecken, greift zu kurz; die Probleme in der Struktur waren auch in den Spielen da, wo der Kader breiter zur Verfügung stand.

Andere Klubs zeigen regelmäßig, dass man mit klarem Konzept, Mut und richtigem Zug nach oben auch aus vermeintlich kleineren Möglichkeiten viel mehr rausholen kann. Wer sich hier aber mit dem reinen Mittelmaß abfindet und jede Kritik als Panikmache abtut, sorgt dafür, dass man sich in der Bedeutungslosigkeit einrichtet. Genau das ist der falsche Weg.
Siegesmut
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Re: Cheftrainer Uwe Rösler

Beitrag von Siegesmut »

Wenn über Jahrzehnte beim VfL immer die gleichen Verhaltensmuster auftreten und lange Zeit die gleichen Fehler offensichtlich werden, dann sollte man mal einen Epigenetiker hinzu ziehen !

Man kann sich das Erbgut wie eine große Bibliothek vorstellen. Die Genetik liefert die Bücher (den Text), während die Epigenetik wie ein Bibliothekar entscheidet, welche Bücher geöffnet und gelesen werden und welche im Regal verschlossen bleiben.
In Bochum werden seit Jahren von Villis und Konsorten immer die gleichen Seiten aufgeschlagen !
Peschels Erben
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Re: Cheftrainer Uwe Rösler

Beitrag von Peschels Erben »

Lieber Schreier,

Bochum und die erste Liga wird immer nur eine Momentaufnahme bleiben. So leid es mir tut. aber wir haben da einfach den Anschluss verpasst.
Spätestens nach der gelungenen Relegation hätte man die Strategie ändern müssen. Man hatte das dritte Jahr überlebt. Es wäre der Moment gewesen, um etwas mehr zu riskieren, immer mit der Gefahr, dass es völlig schief hätte gehen können. Aber mit solchen Verantwortlichen wie Fabian und einen Machtkampf im Präsidium, hat man es nicht getan, oder sich schlicht nicht getraut.

Jetzt sind wir wieder da wo wir ehrlich gesagt auch hingehören. Auch wenn wir das nicht wahrhaben wollen.

VG
Ich geb' Ihnen einen Tipp: Denken Sie groß
Was zweifeln Sie so? Übernehmen Sie die Show!
Mit dem richten Riecher sind Sie der Leader
Und spielen hoffentlich bald wieder in der obersten Liga :vfl:
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Blauester Jan
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Re: Cheftrainer Uwe Rösler

Beitrag von Blauester Jan »

ich bin eigentlich geneigt, euch beiden zuzustimmen, aber das geht ja irgendwie nicht, weil sich das an sich widerspricht. Der treffende Vergleich von Siegesmut zeigt auf, dass es Fehler sind, die seit Jahren immer wieder gemacht werden, Peschel verweist aber ebenso richtig darauf, dass wir schon immer klein und inzwischen zu klein sein. Beides kann ja nicht stimmen. Andererseits haben wir ja gesehen, dass es möglich ist wenn mal ein paar Entscheidungen sitzen, also brauchen wir vielleicht doch ein paar mehr qualifizierte Leute für die Bücher.
Siegesmut
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Re: Cheftrainer Uwe Rösler

Beitrag von Siegesmut »

Ja, dann eben für die Bücher !
Aber Fehler werden scheinbar immer dabei sein, wo auch immer !
Kreisklasse
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Re: Cheftrainer Uwe Rösler

Beitrag von Kreisklasse »

Erste Voraussetzung für die oberen Führungskräfte wäre halt der unbedingte Wille zum sportlichen Erfolg. Den haben unsere Herren seit vielen Jahren nicht mehr. Stattdessen wird im Zweifel insbesondere bei Personalangelegenheiten immer die kurzfristig preiswertere Lösung gesucht. Die sich natürlich zumeist als langfristig wesentlich teurere Lösung entpuppt.
Was für Manager und Spieler gilt. Was wurde da ein Geld verbrannt.
olki
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Re: Cheftrainer Uwe Rösler

Beitrag von olki »

VfL1848Fan hat geschrieben:
15. September 2026, 16:15
Andere Klubs zeigen regelmäßig, dass man mit klarem Konzept, Mut und richtigem Zug nach oben auch aus vermeintlich kleineren Möglichkeiten viel mehr rausholen kann.
Naja, ich würde sagen, dass das Einzelbeispiele sind und dass es viel mehr ehemals große Clubs gibt die jetzt verschwunden sind als andersrum - vor allem, wenn man die Investorenclubs außen vor lässt. Wer die 2-3 erfolgreichen Beispiele nennt möge bitte die vielen gescheiterten Existenzen nicht vergessen. Im Nachhinein sagt man da natürlich Größenwahn und bei den erfolgreichen Mut. Im Nachhinein ist aber immer einfach, wie bei Auswechslungen - dem eigentlichen Thema hier;).

Ob ich mit der Herangehensweise beim VfL zufrieden bin ist aber natürlich eine ganz andere Frage.
Siegesmut
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Re: Cheftrainer Uwe Rösler

Beitrag von Siegesmut »

Kreisklasse hat geschrieben:
15. September 2026, 19:52
Erste Voraussetzung für die oberen Führungskräfte wäre halt der unbedingte Wille zum sportlichen Erfolg. Den haben unsere Herren seit vielen Jahren nicht mehr. Stattdessen wird im Zweifel insbesondere bei Personalangelegenheiten immer die kurzfristig preiswertere Lösung gesucht. Die sich natürlich zumeist als langfristig wesentlich teurere Lösung entpuppt.
Was für Manager und Spieler gilt. Was wurde da ein Geld verbrannt.
Was immer da entschieden wurde und wird: Es geschieht vorher im Kopf und das schon langer Zeit!
Es sind halt immer die gleichen Typen, Genetik ?
Ruhrpott
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Re: Cheftrainer Uwe Rösler

Beitrag von Ruhrpott »

Bochum ist eben ein ganz normaler Zweitligist, nicht mehr und nicht weniger so sagt es auch Andreas Luthe im Dezember 2015, der VfL dürfe sich nicht künstlich als graue Maus oder unfehlbarer Aufstiegskandidat überschätzen.
VfL1848Fan
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Re: Cheftrainer Uwe Rösler

Beitrag von VfL1848Fan »

olki hat geschrieben:
15. September 2026, 22:29
Naja, ich würde sagen, dass das Einzelbeispiele sind und dass es viel mehr ehemals große Clubs gibt die jetzt verschwunden sind als andersrum - vor allem, wenn man die Investorenclubs außen vor lässt. Wer die 2-3 erfolgreichen Beispiele nennt möge bitte die vielen gescheiterten Existenzen nicht vergessen. Im Nachhinein sagt man da natürlich Größenwahn und bei den erfolgreichen Mut. Im Nachhinein ist aber immer einfach, wie bei Auswechslungen - dem eigentlichen Thema hier;).

Ob ich mit der Herangehensweise beim VfL zufrieden bin ist aber natürlich eine ganz andere Frage.
Genau da machst du es dir zu einfach. Natürlich gibt es genug gescheiterte Existenzen im Profifußball, aber das als pauschales Argument zu nehmen, um sich dauerhaft im uninspirierten Mittelmaß einzurichten, greift zu kurz. Niemand fordert hier Harakiri oder fahrlässigen Größenwahn, sondern ein Konzept, das mit unseren Möglichkeiten eben mehr herausholt als nur den puren Verwaltermodus. Wenn man jeglichen sportlichen Anspruch direkt als Risiko abstempelt, darf man sich am Ende nicht wundern, wenn die Entwicklung stagniert. Genau an dieser Schmerzgrenze muss man sich messen lassen, statt sich hinter den Fehlern anderer Klubs zu verstecken.
olki
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Re: Cheftrainer Uwe Rösler

Beitrag von olki »

Aber wo ist die grenze Zwischen kalkuliertem Risiko und Größenwahn? Für uns ist das immer einfach, es nachher zu beurteilen. Aber selbst bei diesen Beurteilungen gibt es doch eine Kurzsichtigkeit, die zeigt, wie schwer das eigentlich ist. Wenn man die letzten 2-3 Jahre durchblättert findet man reihenweise Nennungen vermeindlicher "Vorbilder" die inzwischen alle wieder auf dem Boden der Tatsachen sind, ohne Aussicht auf Besserung. Dazu kommt noch eine Reihe von ehemaligen Topclubs, die inzwischen auf unserem Niveau oder höchstens knapp besser sind. Die haben sich alle nach unten bewegt. Ersetzt wurden sie durch "Vereine", die finanziell völlig anders funktionieren und durch die von mir erwähnten 2-3 absoluten Ausnahmen. Und auch bei diesen Ausnahmen ist das nicht unbedingt mit erhöhtem finanziellen Risiko gelungen, wie es einigen hier vorschwebt. (vielleicht müssen wir wirklich mal eine Liste von den ganzen Vereinen machen - vielleicht beurteilen wir das ja auch alles völlig unterschiedlich)

Aber noch einmal, damit das klar ist: Ich finde die Art und Weise, wie der VfL die letzten Jahre geführt wurde, absolute Grütze und ich bin auch bei der "neuen" Führung (wenn man die denn abgrenzen will) noch lange nicht überzeugt, dass das gut läuft. Ich bin aber der Meinung, dass das einzige, was uns weiterhilft, langfristig angelegte Arbeit ist, und die kann man eben nicht unbedingt schnell beurteilen. Vor allem nicht auf Basis dessen, was ein einzelner Trainer tut (das eigentliche Theman dieses Threads). Man könnte natürlich diskutieren, in wie weit der Trainer auf irgendein langfristiges Konzept einzahlt..

Edit noch zum Thema "Fehler der anderen": Die Welt besteht ja nicht nur aus Fehlern und nicht-Fehlern. Die Besteht ja auch nicht nur aus dem Kontinuum besser gemacht und schlechter gemacht. Sie besteht aus einem Haufen mehr oder weniger korrekter Wahrscheinlichkeitseinschätzungen, die dann auf die harte Realität tatsächlicher Zufallsereignisse treffen. Ich würde soweit gehen zu behaupten, dass man oft nicht mal im Nachhinein beurteilen kann, ob eine Entscheidung gut (im Sinne von "auf der damaligen Datenbasis besser als andere möglichen Entscheidungen") war. Man kann nur nachher sehen, wer Erfolg hatte und wer nicht, und oft genug weiß man nicht mal, warum (was natürlich nicht heißt, dass sich nicht jeder einredet, es zu wissen).
VfL1848Fan
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Re: Cheftrainer Uwe Rösler

Beitrag von VfL1848Fan »

Da bringst du einen verdammt guten Punkt rein, vor allem beim Thema Wahrscheinlichkeiten und Zufallsereignisse im Fußball, denn am Ende entscheidet oft eine Gemengelage aus Datenbasis, Glück und harter Realität. Und beim Kernurteil sind wir uns ja absolut einig: Die Art und Weise, wie hier in den letzten Jahren gearbeitet wurde, war schlicht absolute Grütze und auch von der neuen Führung muss da jetzt verdammt noch mal mehr kommen.

​Genau deswegen ist die Frage nach dem langfristigen Konzept unter dem Trainer ja auch so verdammt wichtig. Wenn man eben kein unbegrenztes Budget hat, darf man sich keine wilden Himmelfahrtskommandos erlauben, aber man darf sich eben auch nicht in der reinen Risikoaversion einrichten. Langfristiger Erfolg entsteht nicht durch Verwalten, sondern dadurch, dass man auf Basis einer klaren Idee die richtigen Wahrscheinlichkeiten zu ihren Gunsten erarbeitet. Wenn diese Basis auf dem Platz aber Woche für Woche bieder bleibt, darf man sich eben nicht wundern, wenn die Zweifel an der sportlichen Ausrichtung bleiben.
olki
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Re: Cheftrainer Uwe Rösler

Beitrag von olki »

Joa. Prinzipiell würde ich sagen, dass Rösler so richtig erst seit 6 Spielen wirken kann und das halte ich für zu wenig, um ein Urteil zu fällen. Ich würde sogar sagen, dass einiges, was versucht wird, zur langfristigen Ausrichtung passt - aber (noch?) nicht (oder nicht in jedem Spiel) funktioniert.

Wenn wir jetzt nur über Rösler reden - da gibt es ja durchaus auch von relativ neutralen Beobachtern immer wieder Zweifel, ob Rösler jetzt der richtige für langfristige Weiterentwicklung, womöglich noch von Ballbesitzfußball, ist. Da sind sicher Zweifel erlaubt.

Und was die Transfers angeht - auch da finde ich den Zeitpunkt noch zu früh, um zu Urteilen. Es ist eh die Frage, ab welcher "Erfolgsquote" man die Transferarbeit für gut halten würde. Wenn man mal die durchschnittliche momentane Einschätzung zugrunde legt würde man wahrscheinlich Steinwender, Mets, Cokaj und Rasmussen als gute Transfers einschätzen, Hanslik eher als MIsserfolg bewerten und bei Taz gehen die Meinungen vielleicht auseinander ("kann noch was werden"). Alle anderen sind noch zu neu oder eher keine ernsthaften Transfers für den Zweitligastamm. Das sieht auf den ersten Blick also nicht so schlecht aus. Dazu kommt, dass man bei allen außer Hanslik und vielleicht Mbom versteht, was die Idee hinter den Transfers ist.

Daher habe ich persönlich jetzt für dieses Jahr erst einmal nicht wahnsinnig viel zu meckern - obwohl mir die Spiele nicht unbedingt gefallen.
Meine Wenigkeit
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Re: Cheftrainer Uwe Rösler

Beitrag von Meine Wenigkeit »

olki hat geschrieben:
16. September 2026, 11:46
Aber wo ist die grenze Zwischen kalkuliertem Risiko und Größenwahn? Für uns ist das immer einfach, es nachher zu beurteilen. Aber selbst bei diesen Beurteilungen gibt es doch eine Kurzsichtigkeit, die zeigt, wie schwer das eigentlich ist. Wenn man die letzten 2-3 Jahre durchblättert findet man reihenweise Nennungen vermeindlicher "Vorbilder" die inzwischen alle wieder auf dem Boden der Tatsachen sind, ohne Aussicht auf Besserung. Dazu kommt noch eine Reihe von ehemaligen Topclubs, die inzwischen auf unserem Niveau oder höchstens knapp besser sind. Die haben sich alle nach unten bewegt. Ersetzt wurden sie durch "Vereine", die finanziell völlig anders funktionieren und durch die von mir erwähnten 2-3 absoluten Ausnahmen. Und auch bei diesen Ausnahmen ist das nicht unbedingt mit erhöhtem finanziellen Risiko gelungen, wie es einigen hier vorschwebt. (vielleicht müssen wir wirklich mal eine Liste von den ganzen Vereinen machen - vielleicht beurteilen wir das ja auch alles völlig unterschiedlich)

Aber noch einmal, damit das klar ist: Ich finde die Art und Weise, wie der VfL die letzten Jahre geführt wurde, absolute Grütze und ich bin auch bei der "neuen" Führung (wenn man die denn abgrenzen will) noch lange nicht überzeugt, dass das gut läuft. Ich bin aber der Meinung, dass das einzige, was uns weiterhilft, langfristig angelegte Arbeit ist, und die kann man eben nicht unbedingt schnell beurteilen. Vor allem nicht auf Basis dessen, was ein einzelner Trainer tut (das eigentliche Theman dieses Threads). Man könnte natürlich diskutieren, in wie weit der Trainer auf irgendein langfristiges Konzept einzahlt..

Edit noch zum Thema "Fehler der anderen": Die Welt besteht ja nicht nur aus Fehlern und nicht-Fehlern. Die Besteht ja auch nicht nur aus dem Kontinuum besser gemacht und schlechter gemacht. Sie besteht aus einem Haufen mehr oder weniger korrekter Wahrscheinlichkeitseinschätzungen, die dann auf die harte Realität tatsächlicher Zufallsereignisse treffen. Ich würde soweit gehen zu behaupten, dass man oft nicht mal im Nachhinein beurteilen kann, ob eine Entscheidung gut (im Sinne von "auf der damaligen Datenbasis besser als andere möglichen Entscheidungen") war. Man kann nur nachher sehen, wer Erfolg hatte und wer nicht, und oft genug weiß man nicht mal, warum (was natürlich nicht heißt, dass sich nicht jeder einredet, es zu wissen).
Der Kern des Versagens ist mit dem Namen Keven Schlotterbeck verbunden. Man kommt mehr als glücklich als Sieger durch die Relegation und ist nicht willig, 2,5 Mio. Ablöse für den absoluten Leader und relativ torgefährlichen Abwehrrecken im besten Alter zu zahlen. Die eine Frage drängt sich mir dabei auf, war der VfL kurz vor dem Bankrott, oder wurde er schlicht nur sehr schlecht geführt? 2,5 Mio. müssen nach 3 Jahren Buli möglich sein, andernfalls stimmt etwas imo nicht.
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SF7
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Re: Cheftrainer Uwe Rösler

Beitrag von SF7 »

Für mich nur ungefähr 40% der Wahrheit.
Ja, man hätte normalerweise dazu in der Lage sein dürfen Schlotterbeck zu halten.
Schlimmer war, dass der eigentliche Kopf der Mannschaft - der Mann der das Relegationswunder erst möglich gemacht hat - trotzdem weg gewesen wäre.
Das Gehalt, das Gladbach bot, war aber wohl zu weit weg von dem, was der VfL hätte zahlen können.
Mit Stöger und Schlotterbeck wären wir damals vermutlich nicht ganz chancenlos um den Klassenerhalt gewesen.
Meine Wenigkeit
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Re: Cheftrainer Uwe Rösler

Beitrag von Meine Wenigkeit »

Ja, Stöger war extrem wichtig. Im Unterschied zu Schlotterbeck wollte er aber weg. Bei Keven soll die Situation anders gewesen sein. Daher beziehe ich mich nur auf ihn. Stöger wäre natürlich mindestens genauso wichtig und vermutlich sogar noch wichtiger gewesen.
Hemmann1848
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Re: Cheftrainer Uwe Rösler

Beitrag von Hemmann1848 »

Um mal zum eigentlichen Thema zurückzukehren: ich empfinde Rösler als einen wohltuenden Kontrast zu seinen Vorgängern.

Da wäre zunächst einmal seine grundsätzliche Einstellung zur Leistungsbereitschaft. Er erwartet von seinen gut bezahlten Spielern und Mitarbeitern, dass sie zumindest stets versuchen ihr Bestes zu geben. Und er lebt dies auch mit seiner Akribie (wird von allen im Verein so bestätigt) und seiner Leidenschaft (kann man bei jedem Spiel und bei jedem Training begutachten).

Ich behaupte überhaupt nicht, dass er alles richtig macht; aber einen Klopp, Guardiola oder Luis Enrique werden wir nicht bekommen. Und deshalb sollten wir sehr froh sein, dass wir einen Trainer haben,
- vor dem die Mannschaft Respekt hat,
- der nicht versucht Systeme zu spielen, für die wir überhaupt nicht die Spieler haben,
- der seinen Job ernstnimmt und über Kritik nachdenkt, sie aber nicht als Majestätsbeleidigung auffasst.

Ich finde aber auch nicht, dass wir jetzt oder in der Länderspielpause ganz schnell mit ihm verlängern müssten - diesen Blödsinn haben wir früher oft genug gemacht...

Aber man kann auch nicht bis ins Frühjahr oder zum Ende der Saison warten - das wäre respektlos und würde den Trainer zur "lame duck" machen! In der Winterpause sollte man doch fundiert beurteilen könne, welche - realistischen - Erwartungen Uwe Rösler erfüllt hat und welche nicht - und dann verlängert man (hoffentlich) oder eben nicht...
:vfl: - in Üwe we trust. ;-)
Kreisklasse
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Re: Cheftrainer Uwe Rösler

Beitrag von Kreisklasse »

Mal ganz unabhängig von einzelnen Personen.
Beim VfL wurde in den letzten Jahren im Zweifel auf Quantität gesetzt. Für 2,5 Mio kann man halt einen Qualitätsspieler oder 3 bis 4 Hoffnungsspieler holen. Die funktionieren dann halt häufig nicht.
Dazu noch die Spatz in der Hand-Mentalität und die unschöne Neigung zum Stallgeruch. Nach dem Motto: was mit Sesi und Reis funktioniert hat, dass muss dann auch mit Fabian, Zoller oder dem Trainertalent funktionieren.
Oder man greift zur auf den ersten Blick preiswerten Lösung mit einem krachend Gescheiterten und lässt den auch noch seine ganze Seilschaft mitbringen.
Und dann schaut man regelmäßig ganz überrascht, dass man mal wieder Millionen verbrannt hat.
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Block_N
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Re: Cheftrainer Uwe Rösler

Beitrag von Block_N »

Meine Wenigkeit hat geschrieben:
16. September 2026, 12:56
Der Kern des Versagens ist mit dem Namen Keven Schlotterbeck verbunden. Man kommt mehr als glücklich als Sieger durch die Relegation und ist nicht willig, 2,5 Mio. Ablöse für den absoluten Leader und relativ torgefährlichen Abwehrrecken im besten Alter zu zahlen. Die eine Frage drängt sich mir dabei auf, war der VfL kurz vor dem Bankrott, oder wurde er schlicht nur sehr schlecht geführt? 2,5 Mio. müssen nach 3 Jahren Buli möglich sein, andernfalls stimmt etwas imo nicht.
Wie immer wird nur die Ablöse von 2,5 Mio € gesehen - aber nicht über das Gehalt (wahrscheinlich über 2 Saisons hinweg) gesprochen. Wenn das GESAMTpaket Ablöse und Gehalt nicht finanzierbar ist, klappt es halt nicht.
Da hilft von Deiner Seite auch nicht das ständige Wiederholen der 2,5 Mio Ablöse für Schlotterbeck.
Es ist wirklich ermüdend.
Achtzehnhundertachtundvierzig :vfl:
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