Ein Konstrukt, das ohne millionenschwere Konzern-Almosen gar keine Daseinsberechtigung im Profifußball hätte, mit einer Fangemeinde auf Operetten-Niveau, genau diesen Gästen müssen wir am Freitag zeigen, was echter Traditionsfußball an der Castroper Straße bedeutet , das ist da wo die Straßenbahn bis zum Strafraum fährt
Gleichzeitig ist unsere Mannschaft nun aber auch absolut in der Pflicht, die Zuschauer im Ruhrstadion endlich mal wieder mitzureißen und zu begeistern. Wenn man ehrlich ist, haben die bisherigen Heimauftritte in dieser Saison dafür nämlich gar keinen bis maximal wenig Anlass gegeben. Da muss am Freitag schlichtweg eine ganz andere Einstellung auf den Rasen.
Mir fehlt aktuell allerdings etwas der Glaube daran, wie unsere Truppe dieses Spiel zu Hause gewinnen soll. Die Vorstellungen der letzten Wochen machen nicht gerade Mut. Sollte sich das brotlose Ballgeschiebe aus den letzten beiden Partien am Freitag nahtlos fortsetzen und man das Ding sang- und klanglos verlieren, dürfte das wohl auch das letzte Spiel für Uwe Rösler gewesen sein. Ohne eine deutliche Leistungssteigerung auf dem Platz wird die Luft für den Trainer extrem dünn. Aber ich lasse mich natürlich zu gerne eines Besseren belehren und positiv überraschen.
Nach der bitteren 0:2-Niederlage auf dem Betzenberg zählt unter dem Flutlicht an der Castroper Straße nur eines: Voller Einsatz von der ersten Minute an.