vflb1848 hat geschrieben: ↑7. Oktober 2026, 13:49
Hoffentlich stürzt uns die Bude nicht ein.
Ja, in diesem Zusammenhang spricht man häufig von Schwingungs- oder Komfortproblemen, weniger von einem „Unwohlseineffekt“ als technischem Fachbegriff.
Je nach Kontext werden folgende Begriffe verwendet:
Schwingungsanfälligkeit eines Bauwerks
Dynamische Anregung durch Personenlasten
Resonanzerscheinungen bzw. Resonanzschwingungen
Komfortbeeinträchtigung oder Nutzerunbehagen durch Schwingungen
Dynamisches Komfortkriterium (im Bauwesen)
Gebrauchstauglichkeitsproblem (wenn die Schwingungen zwar nicht die Standsicherheit, aber die Nutzung beeinträchtigen)
Wenn die Schwingungen so stark werden, dass Personen Unsicherheit oder Angst empfinden, wird teilweise von einem Unbehagenseffekt, Komfortverlust oder einer psychologischen Beeinträchtigung durch Bauwerksschwingungen gesprochen.
Wichtig ist die Unterscheidung:
Komfortproblem / Unbehagen: Personen nehmen die Schwingungen wahr und fühlen sich unsicher oder unwohl.
Sicherheitsrisiko: Die Schwingungen können zu Panikreaktionen, Stolpern oder im Extremfall zu einer tatsächlichen Gefährdung der Konstruktion führen.
Ein bekanntes Beispiel ist die Millennium Bridge in London, die nach ihrer Eröffnung durch die synchronisierten Bewegungen vieler Fußgänger unerwartet ins Schwingen geriet. Das Problem war zunächst vor allem ein Komfort- und Sicherheitsgefühlsthema, bevor technische Gegenmaßnahmen eingebaut wurden.
Antwort der KI!
Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass ich selbst die Schwingungen auf der Ost bei einem durchaus denkwürdigen Spiel schon in den 80zigern bei dem ich fast ganz oben direkt hinter dem Tor stand als äußerst extrem wahrgenommen habe.
Während des DFB-Pokal-Halbfinales gegen den FC Bayern München 1982 versetzte die Begeisterung nach dem Ausgleich in der 70. Minute durch Wolfgang Patzke uns Fans absolut in Extase und in den vier Minuten bis zum Siegtor für die Bayern wurde, glaube ich mich zu erinnern, mehr oder weniger durchgehüpft.
Die Tribüne kam dabei dermaßen spürbar in Schwingung, dass ich mich schon damals gefragt habe wie lange eine Betonkonstruktion so etwas wohl aushalten kann.
Nun scheint es also mehr als 40 Jahre später und einigen tausend Minuten Hüpfen mehr eben tatsächlich zu diesem Fall gekommen zu sein, dass der Beton Ermüdungserscheinungen aufweist und es zu dem vom VfL kommunizierten Hüpfverbot gekommen ist.
Inwieweit beim Umbau des Stadions auch eine Betonsanierung durchgeführt wird, oder überhaupt durchgeführt werden kann und was das dann bringt frage ich mich allerdings auch.
Vielleicht hat irgendeiner einen Experten dazu im Freundeskreis der das beantworten kann?!?!?